Kompetent. Empathisch. Verlässlich.

Manchmal braucht es einen geschützten Raum und eine Person, die aktiv zuhört, versteht und Orientierung gibt. Wir begleiten Sie mit Klarheit, Empathie und echter Präsenz – auf Ihrem Weg zur Wiederentdeckung Ihrer eigenen Stärken, inneren Ressourcen, Stabilität und Selbstmitgefühl.

Verstehende und empathische Haltung als Vertrauensgrundlage

Die Haltung, die wir unseren Klient:innen gegenüber einnehmen, ist für eine Psychotherapie von entscheidender Bedeutung. Das Gespräch führen wir mit einer verstehenden, offenen, aufmerksamen, interessierten, akzeptierenden, achtenden und einfühlsamen Haltung durch, ohne zu bewerten oder zu urteilen.

Diese Haltung ist in der personenzentrierten Psychotherapie nach Carl Rogers ausführlich beschrieben und in ihrer heilsamen Wirkung gründlich erforscht worden. Die drei Haltungen – Authentizität, bedingungsfreie Wertschätzung und Empathie – gelten als wesentliche Voraussetzungen für einen gelingenden therapeutischen Prozess. Der personenzentrierte Ansatz ist jedoch mehr als eine therapeutische Methode: Er ist eine Haltung zum Leben und Arbeiten und trägt wesentlich zu gelingenden menschlichen Beziehungen bei. Er schafft die Grundlage für Vertrauen und eine tragfähige therapeutische Beziehung.

Unser Verstehen geht in Anlehnung an Pierre Bourdieu (1997) mit einer «sozialen Aufrichtigkeit», einer «Aufmerksamkeit für das Gegenüber» und einer «hingebungsvollen Offenheit» einher und kann sogar Bezeugung einer «intellektuellen Liebe» sein.

Wir sind der Überzeugung, dass Aussergewöhnliches geschieht, wenn eine Atmosphäre entsteht, die von aufrichtigem und wahrem Mitgefühl, ungeteilter Wertschätzung sowie uneingeschränkter Anerkennung, Respekt, Aufmerksamkeit, Verstehen und Herzlichkeit getragen wird. Dies alles sind Facetten der Liebe, Worte, die die innere Haltung zu unserem Gegenüber beschreiben. Diese Aspekte sind für die Beziehungsgestaltung und die Vertrauensbildung zentrale Elemente.

«Mitten im Winter erfuhr ich endlich, dass in mir ein unvergänglicher unbesiegbarer Sommer ist» Albert Camus 1957: 129
Portrait Amina Trevisan

Wer steht hinter PsyAdora?

Dr. phil. Amina Trevisan ist Soziologin, Medizinethnologin und Expertin für Migration, Gesundheit und Chancengleichheit. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin von PsyAdora. Vor ihrem sozialwissenschaftlichen Studium an der Universität Basel studierte sie Psychologie an der Universität Zürich. Während ihres Doktorats absolvierte sie zudem Basiskurse in Psychotherapie an den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

In ihrer Doktorarbeit «Depression und Biographie. Krankheitserfahrungen migrierter Frauen in der Schweiz» (2020) untersucht sie, wie gesellschaftliche Faktoren die psychische Gesundheit beeinflussen. Im Zentrum steht die Frage, in welchem sozialen Kontext die Erfahrungen von Migrantinnen zu verorten sind, die an Depression erkrankt sind.

Hierzu ergründet sie die Depressionserfahrungen migrierter Frauen aus Lateinamerika mithilfe biographischer Forschungsmethoden. Die Migrantinnen berichten von ihren Krankheits- und Leidenserfahrungen sowie von ihren Verarbeitungsstrategien. Dabei werden sowohl eigene Kompetenzen als auch vielfältige Formen sozialen Leidens sichtbar, die durch gesellschaftliche Bedingungen mitverursacht sind. Anhand detaillierter Fallstudien gelangt die Autorin zu Forschungsergebnissen, die den Zusammenhang zwischen Depressionserkrankungen und gesellschaftlichen, migrations- sowie schichtspezifischen Faktoren verdeutlichen.

Auf der Basis dieser Forschung gründete Amina Trevisan 2020 die Nonprofit Organisation Prosalute, die sich für gesundheitliche Chancengleichheit und einen chancengerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle einsetzt.

Ausschlaggebend für dieses Engagement waren neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit auch prägende biografische Erfahrungen: Ihre Mutter migrierte in den 1960er-Jahren allein aus der Region Neapel in die Schweiz, ihr Vater kam aus Norditalien. Als Tochter einer italienischen Arbeiter:innenfamilie erlebte Amina Trevisan früh, wie Migration, soziale Herkunft und Geschlecht zu Mehrfachbenachteiligungen führen können.

Diese Erfahrungen – verbunden mit ihrer langjährigen Tätigkeit als Sozialberaterin für Migrant:innen sowie Menschen mit Flucht- und Gewalterfahrung, ihrer Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Migrationsbereich und in einer Menschenrechtsorganisation sowie ihrer Projektleitung in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung, Migration und Gesundheit – prägen ihr Engagement bis heute.

Ihre migrationsspezifischen Erfahrungen als Tochter einer italienischen Arbeiter:innenfamilie prägten ihr wissenschaftliches Interesse an Migrations und Gesundheit ebenso wie ihr soziales und politisches Engagement für mehr Chancengerechtigkeit im Gesundheitswesen.