An wen richtet sich unser Angebot?

Unser Angebot richtet sich an alle Menschen jeden Alters mit psychischen Erkrankungen oder in Lebenskrisen.

Wir sind ein erfahrenes, interdisziplinäres und diverses Team, bestehend aus Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychtherapie sowie eidgenössisch anerkannten Psychotherapeut:innen. Dabei fühlen wir uns einer humanistischen und wissenschaftlichen Grundhaltung verpflichtet. Unsere Praxis zeichnet sich durch eine gut funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit aus.

Wir bieten Krisenberatungen, diagnostische Abklärungen, psychiatrische Behandlungen (inklusive Pharmakotherapie) sowie ärztliche und psychologische Psychotherapie für alle psychischen Erkrankungen an (Depressionen, manisch-depressive Erkrankungen, Traumafolgestörungen, Belastungsreaktionen, Angst- und Zwangserkrankungen, Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen, Essstörung, Trauer, Psychosen, Beziehungs- und Persönlichkeitsstörungen etc.).

Wir wenden eine Vielzahl anerkannter Psychotherapieverfahren an, wie zum Beispiel Gesprächspsychotherapie, psychodynamische Psychotherapie, EMDR-Therapie, Gestalttherapie, Verhaltenstherapie, dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) sowie Körperpsychotherapie etc.

Pychotherapie

Psychotherapie

Psychotherapie unterstützt Sie dabei, psychisches Leiden zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Sie bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit sich selbst, Ihren Gefühlen und den Faktoren auseinanderzusetzen, die zu Ihrer Belastung beitragen.

So können Sie Ihr Erleben und Verhalten besser verstehen, gezielt verändern und Strategien entwickeln, mit denen Sie sich selbst wirksam unterstützen können.

Die Wirksamkeit von Psychotherapie bei psychischen Erkrankungen ist wissenschaftlich gut belegt und allgemein anerkannt. Besonders entscheidend für den Behandlungserfolg ist die vertrauensvolle Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten. Dabei ist es uns ein zentrales Anliegen, dass Sie sich in Ihrem Leid, Ihren biographischen Erfahrungen und Ihrer individuellen Lebenssituation verstanden, anerkannt, wertgeschätzt und gut begleitet fühlen.

Psychische und körperliche Erkrankungen sind in internationalen Klassifikationssystemen wie der ICD-10, in Kürze ICD 11 (International Classification of Diseases) beschrieben. Werden die Kriterien für eine psychische Erkrankung erfüllt, kann eine entsprechende Diagnose gestellt werden.

Traumatherapie

Traumatherapie

Ein psychisches Trauma entsteht durch überwältigende Ereignisse, die das Gefühl von Sicherheit erschüttern und die eigenen Verarbeitungsmöglichkeiten übersteigen. Dazu zählen beispielsweise körperliche oder sexualisierte Gewalt, Folter, Krieg, schwere Erkrankungen, Unfälle oder Naturkatastrophen.

Traumatherapie unterstützt Sie dabei, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und wieder mehr Sicherheit, Stabilität und Lebensqualität zu gewinnen. Sie bietet einen geschützten Raum, um sich behutsam mit belastenden Erinnerungen, Gefühlen und körperlichen Reaktionen auseinanderzusetzen.

Traumatische Erlebnisse können das emotionale, körperliche und psychische Wohlbefinden stark beeinflussen. Betroffene leiden häufig unter belastenden Erinnerungen, Ängsten, Wut, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Konzentrationsproblemen sowie Schuld- oder Schamgefühlen. In manchen Fällen entwickeln sich diese Symptome zu einer Traumafolgestörung, wie etwa einer Posttraumatischen Belastungsstörung, die den Alltag, Beziehungen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Typische Merkmale sind das Wiedererleben des Ereignisses, Vermeidungssymptome sowie Übererregung und Anspannung.

Die Therapie begleitet Sie Schritt für Schritt – von der Stabilisierung im Hier und Jetzt über die Aufarbeitung belastender Erinnerungen bis hin zur Förderung Ihrer sozialen und beruflichen Stabilität. Gemeinsam entwickeln Sie mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten Strategien zur Stabilisierung, Emotionsregulation und Verarbeitung belastender Situationen.

Die Wirksamkeit von Traumatherapie ist wissenschaftlich gut belegt. Besonders wichtig für den Therapieerfolg ist die vertrauensvolle Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten. Uns ist es ein zentrales Anliegen, dass Sie sich verstanden, wertgeschätzt und sicher begleitet fühlen.

Transkulturelle Psychotherapie

Transkulturelle Psychotherapie

Transkulturelle Psychotherapie unterstützt Menschen, deren psychisches Erleben durch Migration, Flucht, belastende Lebensereignisse oder schwierige Lebenslagen geprägt ist. Sie hilft, psychische Belastungen, Traumatisierungen und Konflikte im persönlichen sowie im gesellschaftlichen Kontext zu verstehen und zu verarbeiten.

Für viele Menschen sind Migration und Flucht tief einschneidende Lebensabschnitte, die die Biographie prägen und manchmal einen Bruch in der eigenen Lebensgeschichte darstellen. Das Verlassen des Herkunftslandes sowie die Migration oder Flucht in ein fremdes, unbekanntes Land sind häufig mit der Überwindung von Barrieren und der emotionalen Verarbeitung neuer Herausforderungen verbunden. Dies erfordert langfristige psychosoziale Anpassung.

Neben der Verarbeitung von Migrations- und Fluchterfahrungen wirken gesellschaftliche Faktoren entscheidend auf die psychische Gesundheit. Dazu gehören sozioökonomische Lage, Statusverlust, familiäre Trennung, Verlust sozialer Netzwerke, traumatische Verlusterfahrungen, unsicherer Aufenthaltsstatus, Einsamkeit, schwierige Wohn- und Arbeitsbedingungen, Rollen- und Generationskonflikte sowie Diskriminierung. Auch die Haltung der Aufnahmegesellschaft ist zentral: Fühlen sich Migrant:innen und Geflüchtete angenommen, wertgeschätzt und sicher, oder erleben sie Rassismus, Ausgrenzung und Abwertung? Die gesellschaftliche Reaktion auf Migration und Flucht kann das psychische Wohlbefinden stark beeinflussen, und Rassismus wirkt nachweislich krankmachend – ein zentraler Aspekt der therapeutischen Arbeit.

Psychisches Leiden darf daher nicht nur individuell betrachtet werden, sondern muss stets im gesellschaftlichen Kontext verortet sein. Unser Ansatz berücksichtigt persönliche Erfahrungen ebenso wie soziale, ökonomische und strukturelle Faktoren, die psychisches Leid beeinflussen, und stellt sicher, dass diese verstanden, anerkannt und in der Therapie berücksichtigt werden.

Transkulturelle Psychotherapie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Stabilität, Handlungskompetenz und Lebensqualität fördert. Sie erfolgt im Einzel- oder Gruppensetting, bei Bedarf muttersprachlich oder unter Mitwirkung professioneller Dolmetschender. Das Behandlungsteam besteht aus Psychotherapeut:innen, Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, Sozialarbeiter:innen und weiteren Fachpersonen, die gemeinsam auf die individuellen Bedürfnisse eingehen.

Darüber hinaus richtet die Therapie den Blick auf die Ressourcen, Kompetenzen und Selbstwirksamkeit der Betroffenen. Migrant:innen und geflüchtete Menschen werden nicht als hilflose Opfer gesehen, sondern als handlungsfähige Menschen, die trotz belastender Lebensumstände reflektiert handeln und Strategien entwickeln, um ihre Herausforderungen zu meistern. Belastende Erfahrungen, Verluste und strukturelle Benachteiligungen können bearbeitet werden, während persönliche Stärken und kreatives Potenzial gestärkt werden.

Die enge Zusammenarbeit mit kantonalen Vernetzungspartner:innen – darunter juristische Anlaufstellen, psychosoziale Beratungsangebote und weitere Fachstellen – ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit und gewährleistet umfassende Unterstützung.

«Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden.» Thich Nhat Hanh